Die vielfältigen Ursprünge und Geschichten afrodeutscher Familien sind weitestgehend unbekannt und werden selten als Teil der Gesellschaft sichtbar. So tauchen z.B. die Geschichte der rund 20.000 mosambikanischen Werktätigen in der DDR oder die Erfahrungen Schwarzer Kinder in Ostdeutschland nach dem Mauerfall selten im deutschen kulturellen Gedächtnis auf. Viele Kinder ehemaliger Vertragsarbeiter fanden erst in den letzten Jahren ihre Väter – oder suchen sie noch heute. Manche bauen neue Beziehungen nach Mosambik auf und finden so eine zweite Heimat. ≫The Homes We Carry≪ ist das Debüt der Dokumentarfilmerin Brenda Akele Jorde. Der Film zeichnet das Porträt einer von den Wirrungen der Weltgeschichte zerrissenen Familie zwischen Deutschland, Mosambik und Südafrika. Im Zentrum steht Sarah, die mit ihrer Tochter Luana ins südliche Afrika reist, um ihr Beziehungen zu ermöglichen, die ihr selbst als Kind fehlten. Währenddessen erinnert sich Sarahs Vater Eulidio an die fast vergessene Geschichte der mosambikanischen DDR-Vertragsarbeit.
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