KURZBESCHREIBUNG Der 1957 erschlossene Heimatkundliche Lehrpfad ist der wichtigste und interessanteste Wanderweg Rastenbergs. Mit einer Länge von ca. 9,5 km umschließt er den Ort von allen Seiten. Auf ihm begegnet uns eine Fülle von geschichtlichen, geologischen und botanischen Be-sonderheiten. Der Einstieg zu dieser Wanderung ist am Rathaus, Markt 1 in Rastenberg. In den letzten Jahren ist der Pfad leider stark vernachlässigt worden. Zurzeit gibt es verstärkte Bestrebungen, den Lehrpfad wieder in seiner gewohnten Qualität entstehen zu lassen. Trotz dieses Umstandes ist die Wanderung eine klare Empfehlung. Der Lehrpfad beginnt am Rathaus und führt entlang der alten Stadtmauer bis zum Kapellenberg. Dieser, der Finne vorgelagerte Gips-Keuper-Hügel, ist bedeckt mit pleistozänen Sanden, Kiesen und Löß. Die sonnigen warmen Hänge trugen ursprünglich Steppenheide, d. h. Steppenpflanzen, die bis auf wenige Arten im Laufe der Zeit verschwanden. Zu sehen sind noch Odermennig, Hügelmeister, Wollkratzdistel in prächtigen Exemplaren, bunte Kronwicke, wilde Karde, Kugeldisteln und Feld-mannstreu. Die Funde des Kapellenberges reichen weit in vorgeschichtliche Zeiten zurück. Bevor die Lossa ihren Durchbruch durch die Finne schuf, floss in präglazialer Zeit (Voreiszeit) die Ur-Ilm in entgegengesetzter Fließrichtung über die Finne und hinterließ am Kapellenberg ihren Sand und Schotter. Als die Finne herausgehoben wurde, sägte sich eine neue Fließlinie, die Lossa, ein und schuf das Durchbruchstal, das heutige Mühltal. Auf dem Kapellenberg angekommen fallen die großen Linden auf. UNTER DEN LINDEN. In der Zeit der Christianisierung stand am Kapellenberg wahrscheinlich eine kleine Mönchskapelle. Flurnamen wie Klösterchen, Mönchsgarten, Mönchsacker und Mönchsborn deuten darauf hin. In unmittelbarer Nähe des heutigen Friedhofes stand die um 1550 verfallene, äl-teste Kirche Rastenbergs, die Kilians-Kirche. Am Kilianstag wurde unter den Lin-den auf dem Berg getanzt – daher noch heute der Name Tanzplatz. Das ist der Ursprung des heutigen Kirschfestes. In vorgeschichtlicher Zeit waren Kapellenberg, Burghügel und Streitholz bereits von Menschen besiedelt, dafür gibt es Sachzeugnisse. Unser Blick vom Berg wird nach Süden und Südwesten hin durch die Aufsattelung von Muschelkalk des Ettersberges bei Weimar, des Steigers bei Erfurt und des Großen Inselsberges im Thüringer Wald begrenzt. Wir setzen unseren Weg auf dem Lehrpfad am Feldrand entlang fort und erreichen nach 500 m den Wald. Am Pfarrgarten fällt der gesunde frohwüchsige Eichen-Hainbuchen-Wald ins Auge. Er ist auch von Rotbuche, Bergahorn, alten Lin-den in prächtiger Baumgestalt und Feldahorn besiedelt. Da viel Unterholz vor-handen ist, beheimatet der Wald viele Vogelarten. Auch die Sängerkönigin, die Nachtigall, ist hier anzutreffen. Die alten Linden weisen zahlreiche Brutplätze für Höhlenbrüter aus. An Bodenpflanzen finden wir hier Märzenbecher, Buschwindröschen, Leberblümchen, Aronstab, Lerchensporn, Goldnessel, Türkenbund-Lilie, Salomonssiegel, Lungenkraut und das Kleinblütige Springkraut, welches aus Asien als Garten-pflanze eingeführt wurde und verwilderte. Infolge seiner großen Lebenskraft ver-drängt es mehr und mehr die einheimische Flora. Herrlich ist aber auch der Anblick der über dem Rastenberger Waldgebiet schwebenden und hier horstenden Taggreife, wie Roter Milan und Bussard. Artenreich ist das, den Waldmantel bildende Gesträuch: Hasel, Wildrose, Liguster, Schlehe, Weißdorn, Wolliger Schneeball, Hartriegel, Pfaffenhütchen, Kreuzdorn, Himbeere und Brombeere. Nach dem Wald führt unser Pfad vorbei an der Oster-Wiese und dem Steinbruch am Ratsweinberg. WEIN UND WAID. Alte Steuerlisten belegen, dass hier Weinberge, Hopfengärten und ein Waid-(Färberwaid) Garten bestanden. Nach dem 30-jährigen Krieg hat man die-ses Gelände vor dem Wald nicht wieder bebaut. Die wüsten Weinberge sind zur Steppenheide geworden. Es dominiert eine Pflanzengesellschaft wärmeliebender Arten von östlicher und südöstlicher Hauptver-breitung, die nur auf wildem, d. h. kulturfreiem Boden wächst. In Begleitung der Ästigen Graslilie finden wir: Weinrose, Wollige Schafgarbe, Bärenschote oder Tragant, Sichelhasenohr, Bunte Kronwicke, Mannstreudistel, Sonnenröschen, Behaartes Habichtskraut, Wiesenlein, Kleine Bibernelle, Kleiner Wiesenknopf, Gemeiner Thymian und andere. Der dahinter sich aufbauende Laubwald, wiederum Eichen-Hainbuchen-Wald, besitzt in seiner Vorgehölzzone noch eine Reihe von Steppenpflanzen. Am Fuchsturm angekommen, stehen wir vor einem geologischen Aufschluss der Finnestörung. Wellenkalk, Röt und mittlerer Buntsandstein sind überkippt und auf unteren sowie mittleren Muschelkalk – nebst eingemuldeten oberen Muschelkalk- und Keuperschichten – überschoben. Als nächste Station erreichen wir den Burghügel. IM SCHUTZ DER BURG. Um den Burghügel hatten sich die Häuser Rastenbergs ge-schart und die Bewohner Schutz gesucht. Scherbenfunde bestätigten die Vermutung einer vorgeschichtlichen Wallburg an diesem Standort. Charakteristisch sind in diesem Terrain zwei Pflanzen: die Rauhaarige Gänsekresse und das Eisenkraut, das als Heil- und Zauberpflanze seit alters her bekannt ist. In der Röhrenfahrt achten wir auf den Aufschluss mit ziegelrotem Buntsandstein. Seine Bänke sind steil aufgerichtet, teilweise überkippt, überschoben und zerklüftet. Wieder erkennen wir in dieser Gesteinslagerung die Wirkung der Finnestörung. Vor der „Stiftung Finneck“ wandern wir nach links in das Streitholz und folgen dem Rinnsal „Dieborn“ durch den Eichenmischwald. Am nördlichen Saum des Streitholzes laufend, liegt vor uns das Finne-Plateau, die hermandurische Scholle mit den Heideäckern. WÜSTUNG ORLIS. Die Heideäcker werden schon seit 1727 als selbstständige Flur mit Ober-, Mittel- und Unterflur genannt. Diese Dreiteilung mit der Dreifelderwirtschaft verblieb auch bei der Separation von 1870 bis 1880. Vermutlich handelt es sich um die Flur des verwüsteten Dorfes Orlis (1727 Orlex, dann Orlix genannt). Einen schönen Blick genießen wir in Richtung Schafau und Bachra mit Stausee. Auf unserem Gang am Steinbruch vorbei in Richtung Streitholz kommen wir an herrlichen Altbäumen, wie z. B. Elsbeerbäumen vorüber. Auf dem Weg zur „Schönen Aussicht“ passieren wir bronzezeitliche Hügelgräber. ACHT HÜGELGRÄBER. Diese Grabanlagen sind mit der im Streitholz vorhandenen Fluchtburg gleichaltrig – 1500 v. u. Z. Die Hügelgräber sind in unterschiedlicher Größe vorhanden. Nachgewiesene Weihe-opfer germanischer Bauern (vermutlich um die Zeitenwende) belegen, dass diese Gräber über Jahrhunderte als Opferplätze angesehen wurden. Kurz vor dem Rondell durchqueren wir zwei gut sichtbare Wallgrabenreste einer bronzezeitlichen Fluchtburg – um 1500 v. u. Z. DIE FLUCHTBURG. Die Burg war auf dem Bergrücken, der fast an drei Seiten steil zur Lossa abfällt, äußerst günstig gelegen. Auch waren in vorgeschichtlichen Zeiten die Flusstäler meist stark versumpft. Oberflächenfunde sprechen für diesen Gedanken. Wir gehen weiter auf einem schönen Weg in Richtung Stadt, wo der Wanderweg endet.
SHORT DESCRIPTION The local history educational trail opened in 1957 is the most important and interesting hiking trail in Rastenberg. With a length of approx. 9.5 km, it surrounds the town from all sides. Along it, we encounter a wealth of historical, geological, and botanical features. The starting point for this hike is at the town hall, Market 1 in Rastenberg. In recent years, the trail has unfortunately been neglected. Currently, there are intensified efforts to restore the educational trail to its usual quality. Despite this circumstance, the hike is strongly recommended. The educational trail begins at the town hall and leads along the old city wall to Kapellenberg. This gypsum-keuper hill, located in front of the Finne, is covered with Pleistocene sands, gravels, and loess. The sunny warm slopes originally supported steppe heath, i.e., steppe plants that have almost disappeared over time except for a few species. Still visible are toadflax, betony, woolly thistle in magnificent specimens, colorful crown vetch, wild teasel, globe thistles, and field eryngo. The findings on Kapellenberg date back far into prehistoric times. Before the Lossa carved its breakthrough through the Finne, the ancient Ilm River from preglacial times (before the Ice Age) flowed in the opposite direction over the Finne and deposited sand and gravel at Kapellenberg. When the Finne rose, a new flow line was cut by the Lossa, creating the breakthrough valley, today's Mühltal. Upon arriving at Kapellenberg, the large lindens stand out. UNDER THE LINDENS. During the Christianization period, there was probably a small monk's chapel at Kapellenberg. Field names such as Klösterchen, Mönchsgarten, Mönchsacker, and Mönchsborn indicate this. Near today's cemetery stood Rastenberg's oldest church, Kilians-Kirche, which had fallen into ruin around 1550. On St. Kilian's day, people danced under the lindens on the hill - hence the name Tanzplatz (dance place) to this day. This is the origin of the current Cherry Festival. In prehistoric times, Kapellenberg, the castle hill, and Streitholz were already inhabited by humans, as evidenced by artifacts. Our view from the hill is bounded to the south and southwest by the saddle of Muschelkalk of the Ettersberg near Weimar, the Steiger near Erfurt, and the Großer Inselsberg in the Thuringian Forest. We continue along the educational trail at the edge of the field and reach the forest after 500 m. At the parsonage garden, the healthy, vigorous oak-hornbeam forest stands out. It is also inhabited by beech, sycamore maple, old lindens in magnificent tree shapes, and field maple. Since there is a lot of undergrowth, the forest is home to many bird species. The nightingale, the singing queen, can also be found here. The old lindens offer many breeding places for cavity-nesting birds. Among the ground plants, we find snowflakes, wood anemones, liverwort, arum, larkspur, golden dead-nettle, Turk's cap lily, Solomon's seal, lungwort, and the small-flowered balsam, which was introduced from Asia as a garden plant and has become wild. Due to its great vitality, it increasingly displaces native flora. The sight of the birds of prey hovering over the Rastenberg forest area and nesting here, such as red kites and buzzards, is also magnificent. The diverse shrubbery forming the forest mantle includes hazel, wild rose, privet, blackthorn, hawthorn, downy snowball, dogwood, spindle tree, raspberry, and blackberry. After the forest, our path passes the Easter meadow and the quarry at Ratsweinberg. WINE AND WOAD. Old tax lists prove that vineyards, hop gardens, and a woad (dye plant) garden existed here. After the Thirty Years' War, this area in front of the forest was not rebuilt. The deserted vineyards have turned into steppe heath. A plant community of warmth-loving species with eastern and southeastern main distribution dominates, which only grows on wild, i.e., uncultivated soil. In company with the stemmed lily, we find: wine rose, woolly yarrow, licorice or milkvetch, sickle hare's ear, colorful crown vetch, globe thistle, common rockrose, hairy hawkweed, meadow vetchling, small burnet, small knapweed, common thyme, and others. The deciduous forest behind, again oak-hornbeam forest, in its early successional zone still has a number of steppe plants. At the Fox Tower, we stand before a geological exposure of the Finne fault. Wave limestone, red beds, and middle Buntsandstein have been overturned and thrust over lower and middle Muschelkalk – including embedded upper Muschelkalk and Keuper layers. The next station is the castle hill. IN THE PROTECTION OF THE CASTLE. Around the castle hill, the houses of Rastenberg gathered and the inhabitants sought shelter. Finds of shards confirm the assumption of a prehistoric fortified hill at this site. Characteristic in this area are two plants: the hoary cress and vervain, known as medicinal and magical plants since ancient times. In the Röhrenfahrt, we pay attention to the exposure with brick-red Buntsandstein. Its beds stand steeply upright, partly overturned, thrust, and fractured. Here again we recognize the effect of the Finne fault in this rock formation. Before the "Stiftung Finneck," we turn left into the Streitholz and follow the brook "Dieborn" through the mixed oak forest. Running along the northern edge of Streitholz, before us lies the Finne plateau, the Hermandurian block with heath fields. WASTELAND ORLIS. The heath fields have been mentioned as an independent district with upper, middle, and lower fields since 1727. This tripartition with three-field crop rotation remained even during the separation from 1870 to 1880. It probably refers to the district of the ruined village of Orlis (called Orlex in 1727, then Orlix). We enjoy a beautiful view towards Schafau and Bachra with reservoir. On our walk past the quarry towards Streitholz, we pass magnificent old trees, such as service trees. On the way to the "Beautiful View," we pass Bronze Age burial mounds. EIGHT HILL GRAVES. These graves are contemporaneous with the refuge castle in Streitholz – around 1500 BC. The burial mounds vary in size. Verified sacrificial offerings of Germanic farmers (probably around the turn of the era) prove that these graves were regarded as sacrificial sites for centuries. Shortly before the roundabout, we cross two well-visible remains of a rampart moat of a Bronze Age refuge castle – about 1500 BC. THE REFUGE CASTLE. The castle was very advantageously located on the ridge, which drops steeply to the Lossa on almost three sides. Also, during prehistoric times, the river valleys were often heavily marshy. Surface finds support this idea. We continue on a beautiful path towards the town, where the hiking trail ends.
DESCRIPTION COURTE Le sentier didactique local inauguré en 1957 est le sentier de randonnée le plus important et le plus intéressant de Rastenberg. Avec une longueur d'environ 9,5 km, il entoure la ville sur tous les côtés. On y rencontre une multitude de particularités historiques, géologiques et botaniques. Le départ de cette randonnée se situe à la mairie, Markt 1 à Rastenberg. Ces dernières années, le sentier a malheureusement été très négligé. Actuellement, des efforts sont renforcés pour restaurer le sentier didactique à sa qualité habituelle. Malgré cette situation, la randonnée est une recommandation claire. Le sentier commence à la mairie et longe l'ancienne muraille de la ville jusqu'au Kapellenberg. Cette colline de gypse-keuper située devant la Finne est couverte de sables pléistocènes, de graviers et de loess. Les pentes ensoleillées et chaudes accueillaient à l'origine une lande steppique, c'est-à-dire des plantes de steppe, qui ont disparu au fil du temps à l'exception de quelques espèces. On peut encore y voir du sage d'Allemagne, du thym d'âne, du chardon laineux en magnifiques exemplaires, la vesce à grappes colorées, la cardère sauvage, des chardons boules et la succise des prés. Les découvertes du Kapellenberg remontent à des temps préhistoriques. Avant que la Lossa ne crée son passage à travers la Finne, la rivière préglaciaire Ur-Ilm coulait en sens inverse par-dessus la Finne et a laissé son sable et son gravier au Kapellenberg. Lorsque la Finne fut soulevée, une nouvelle ligne d'écoulement, la Lossa, a découpé une vallée à travers laquelle s'écoule aujourd'hui la Mühltal. Arrivés au Kapellenberg, les grands tilleuls se remarquent immédiatement. SOUS LES TILLEULS. À l'époque de la christianisation, une petite chapelle de moine se trouvait probablement au Kapellenberg. Les noms de lieux tels que Klösterchen, Mönchsgarten, Mönchsacker et Mönchsborn le suggèrent. À proximité immédiate du cimetière actuel se trouvait la plus ancienne église de Rastenberg, l'église Saint-Kilian, ruinée vers 1550. Le jour de la Saint-Kilian, on dansait sous les tilleuls de la colline – d'où le nom encore aujourd'hui de place de danse. C'est l'origine de la fête actuelle des cerises. À l'époque préhistorique, le Kapellenberg, la colline du château et le Streitholz étaient déjà habités par des humains, comme en témoignent les preuves matérielles. Notre vue depuis la colline est bornée au sud et au sud-ouest par les affleurements de la roche coquillère de l'Ettersberg près de Weimar, du Steiger près d'Erfurt et du Großer Inselsberg dans la Forêt de Thuringe. Nous poursuivons notre chemin sur le sentier didactique le long du bord du champ et atteignons après 500 m la forêt. Au jardin paroissial, la forêt saine et vigoureuse de chênes et de charmes attire l'œil. Elle est également habitée par des hêtres, des érables sycomores, de vieux tilleuls aux formes majestueuses et des érables champêtres. En raison d'une forte sous-couche végétale, la forêt abrite de nombreuses espèces d'oiseaux. La reine des chanteurs, le rossignol, y est également présente. Les vieux tilleuls offrent de nombreux sites de reproduction pour les oiseaux cavernicoles. Parmi les plantes de sol, on trouve ici le perce-neige, l'anémone des bois, l'hépatique, l'arum, le fumeterre, la lamier jaune, le lys turc, le sceau de Salomon, la pulmonaire et l'impatiens à petites fleurs, introduite d'Asie comme plante ornementale et devenue sauvage. En raison de sa grande vigueur, elle supprime de plus en plus la flore indigène. Le spectacle des rapaces diurnes survolant la forêt de Rastenberg et y nichant, comme le milan royal et le busard, est magnifique. L'arbuste formant le manteau forestier est riche en espèces : noisetier, rosier sauvage, troène, prunellier, aubépine, viorne laineuse, cornouiller, fusain, fusain du diable, framboisier et mûrier. Après la forêt, notre sentier passe par la clairière de Pâques et la carrière sur le Ratsweinberg. VIN ET ISATIS. De vieilles listes d'impôts montrent qu'il y avait ici des vignobles, des jardins de houblon et un jardin d'isatis (guède de fustet) teinturier. Après la guerre de trente ans, ce terrain devant la forêt n'a pas été replanté. Les vignobles abandonnés sont devenus de la lande steppique. C'est une communauté de plantes thermophiles d'origine orientale et sud-est qui pousse seulement sur un sol sauvage, c'est-à-dire sans culture. Accompagné de lis grêles, on trouve : églantier, achillée laineuse, réglisse (ou chèvrefeuille), oreilles de lièvre en faucille, vesce à grappes colorées, chardon mâle, hélianthème, épervière velue, linaire, petite sanguisorbe, petite pimprenelle, thym commun et d'autres encore. Le bois feuillu qui se développe derrière, une fois de plus une forêt de chênes et charmes, possède dans sa zone de buissons précoces plusieurs plantes de steppe. Arrivés à la tour du renard, nous nous trouvons devant une coupe géologique de la faille de Finne. Calcaires ondulés, grès rouges et grès bigarré moyens sont renversés et chevauchés sur le calcaire coquillier inférieur et moyen, ainsi que sur les couches supérieures de calcaire coquillier et de keuper en cuvette. La station suivante est la colline du château. À L'ABRI DU CHÂTEAU. Autour de la colline du château, les maisons de Rastenberg s'étaient regroupées et les habitants y cherchaient refuge. Des fragments de poteries confirment l'hypothèse qu'il s'agissait d'un château-fort préhistorique à cet emplacement. Dans ce terrain, deux plantes sont caractéristiques : la cardamine à feuilles velues et la verveine, connue depuis longtemps comme plante médicinale et magique. Dans la "Röhrenfahrt" nous faisons attention à la coupe avec le grès bigarré rouge brique. Ses couches sont presque verticales, partiellement renversées, chevauchées et fissurées. Nous reconnaissons à nouveau dans cette disposition des couches l'action de la faille de Finne. Avant la « Fondation Finneck », nous tournons à gauche dans le Streitholz et suivons le ruisseau « Dieborn » à travers la forêt mixte de chênes. En courant le long de la lisière nord du Streitholz, se trouve devant nous le plateau de Finne, la plaque hermandurienne avec les champs de lande. DÉSERT D'ORLIS. Les champs de lande sont mentionnés comme une propriété indépendante avec champs supérieurs, moyens et inférieurs depuis 1727. Cette division en trois parties avec la rotation triennale des cultures a également été maintenue lors de la séparation de 1870 à 1880. Il s'agit probablement de la propriété du village déserté d'Orlis (appelé Orlex en 1727, puis Orlix). Nous profitons d'une belle vue en direction de Schafau et Bachra avec lac de barrage. En passant à côté de la carrière en direction du Streitholz, nous croisons de magnifiques vieux arbres, comme des sorbiers domestiques. En allant à la « Belle Vue », nous passons par des tumulus de l'âge du bronze. HUIT TUMULUS. Ces tombes datent de la même époque que le château de fuite présent dans le Streitholz – vers 1500 av. J.-C. Les tumulus existent en différentes tailles. Des offrandes attestées de paysans germaniques (probablement autour de l'ère commune) prouvent que ces tombes étaient considérées comme des lieux de sacrifice pendant des siècles. Peu avant la rotonde, nous traversons deux vestiges visibles de douves d'une fortification de fuite de l'âge du bronze – vers 1500 av. J.-C. LA FORTIFICATION DE FUITE. Le château était situé sur la crête de la colline, qui tombe abruptement sur trois côtés vers la Lossa, un emplacement extrêmement avantageux. De plus, à l'époque préhistorique, les vallées fluviales étaient souvent marécageuses. Les découvertes en surface confirment cette hypothèse. Nous continuons sur un beau sentier en direction de la ville où se termine le sentier de randonnée.
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