Auf einer rund 200 Meter hohen Erhebung nahe des Ortes Langeneichstädt steht die Eichstädter Warte. Der etwa 16 Meter hohe Turm wurde als Vorposten der Burg Querfurt erbaut und erfüllte damit aufgrund der guten Aussicht auf die Umgebung eine Wach- und Warnfunktion. Am Fuß hat der Turm einen Durchmesser von 23 Metern, aber keinen ebenerdigen Eingang. Dieser liegt, wie es häufig bei solchen Wehranlagen zu finden ist, in knapp acht Metern Höhe. Das Innere ist also nur über eine Leiter erreichbar, die man bei Gefahr von innen einziehen konnte. Der hauptsächlich aus Kalkstein und darüber hinaus aus Sandstein gebaute Wartturm war Teil einer Reihe solcher Gebäude, um im Falle eines Angriffs schnell Informationen weitergeben zu können, zu warnen und zu verteidigen. Man geht davon aus, dass bereits im Mittelalter ein Wehrturm an dieser Stelle stand, weil die Lage äußerst günstig ist. Wissenschaftliche Untersuchungen der Reste von Holzbalken legen jedoch nahe, dass das heute noch stehende Gebäude deutlich jünger ist. Als Baujahr wird das Jahr 1483 angenommen. Besondere Bedeutung hat die Eichstädter Warte durch den Fund eines steinzeitlichen Kammergrabes in unmittelbarer Nähe erfahren. Die Grabanlage enthielt neben Schmuck auch eine Menhirstatue, die als Dolmengöttin bekannt wurde. Das Original steht im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale), doch Besucher können eine Nachbildung sowie die Grabkammer besichtigen. Der Zugang zur Eichstädter Warte ist einmal jährlich am Tag des offenen Denkmals möglich. Dann kannst du von der Aussichtsplattform in zwölf Metern Höhe eine grandiose Aussicht genießen!
The Eichstädter Warte is located on a 200-meter-high hill near the village of Langeneichstädt. The 16-meter-high tower was built as an outpost of the castle of Querfurt and had a guard and warning function because of the good view of the surroundings. The tower has a diameter of 23 meters at the base, but no entrance at ground level. As is often the case with such fortifications, the entrance is just under eight meters high. The only way to get inside is to climb a ladder that could be pulled in from the inside in case of danger. Built mainly of limestone, but also of sandstone, the keep was part of a series of such buildings, designed to allow the rapid transmission of information in the event of an attack, as well as to warn and defend. It is assumed that a defense tower already existed on this site in the Middle Ages, as the location is extremely favorable. However, scientific studies of the remains of wooden beams suggest that the building still standing today is much younger. The year of construction is assumed to be 1483. The Eichstädter Warte was given special significance by the discovery of a Stone Age chamber grave in the immediate vicinity. In addition to jewelry, the grave contained a menhir statue that became known as the Dolmen Goddess. The original is in the State Museum of Prehistory in Halle (Saale), but visitors can see a replica and the burial chamber. Access to the Eichstädter Warte is possible once a year on Open Monument Day. Then you can enjoy a magnificent view from the viewing platform at a height of twelve meters!